Die Feierlichkeiten zu Ehren der Schutzheiligen der Insel Lanzarote – der Jungfrau de los Dolores – stehen in dieser Woche wieder an. Diese Fiestas haben eine lange Tradition und eine schöne Geschichte. Als nämlich die Insel Lanzarote von den Vulkanausbrüchen geplagt wurde, zog eine Gruppe verzweifelter Menschen los. Bei dieser Prozession trugen sie ein Kreuz voran mit dem Abbild der Jungfrau und dazu beteten sie inbrünstig. Und natürlich baten sie die Jungfrau darum, doch den Vulkanen Einhalt zu gebieten und die Dörfer zu verschonen. Ein besonders Mutiger wagte sich bis dicht an die Lava heran und stieß das Kreuz dort in den Boden. Der Legende nach kam genau dort, wo das Kreuz war, die Lava zum Stehen.
Die Menschen freuten sich sehr, weil ihre Dörfer verschont blieben und sie versprachen, der Jungfrau dort eine Kirche zu bauen. Aber wie Menschen nun einmal sind: Wenn es ihnen wieder besser geht, vergessen sie ganz schnell die Not und schon bald war auch das Versprechen der Kirche vergessen. Die Jungfrau musste die Einwohner Lanzarotes daran erinnern und erschien einem jungen Mädchen. Erst dann lösten die Lanzarotenos ihr Versprechen und bauten der Jungfrau eine Ermita und obendrauf pilgern sie in jedem Jahr am Samstag vor dem 15. September zu dieser Kirche, um der Jungfrau zu huldigen. Die Fiestas de los Dolores haben sich zum größten Volksfest der Insel Lanzarote entwickelt. Zehntausende finden sich um den 15. September in Mancha Blanca zu den Feierlichkeiten ein.