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Die Eruption, die sich am Sonntag auf La Palma abspielte, war ähnlich wie Stromboli. Das heißt, es gab kleine Explosionen, die die Erdkruste aufsprengten und danach quollen mehrere Quadratmeter Lava pro Sekunde aus den Öffnungen. Wenn die Lava auf den Atlantik trifft, werden enorme saure Wolken aufsteigen. Es wird zu Explosionen kommen, vergleichbar dem Effekt, wenn Wasser auf Öl trifft. Der saure Regen kann beim Menschen zu Irritationen im Hals und im Nasenraum führen. Es ist derzeit eher unwahrscheinlich, dass er über bewohntem Gebiet niedergeht.
Die Hafenbehörde von Santa Cruz sowie der Generaldirektion der Handelsmarine hat am Montag das Passieren von Booten an der Ausbruchsstelle verboten. Zwei Boote der Seenotrettung kontrollieren den Abschnitt zwischen Punta del Pozo in Puerto Naos in der Gemeinde Los Llanos de Aridane und dem nördlichen Teil der Playa de las Viñas in Tazacorte. Schaulustige sollen so von der Unglücksstelle ferngehalten und mögliche Unfälle verhindert werden. Nur Boote im offiziellen Einsatz dürfen passieren.
Bis zum 15. September sind in diesem Jahr schon 11.160 Migranten angekommen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im letzten Jahr, ist dies ein Zuwachs um über 117 Prozent und die eigentliche Hochsaison für die gefährliche Überfahrt beginnt eigentlich gerade jetzt. In den letzten Monaten des Jahres ist der Atlantik ruhiger und weniger gefährlich. Trotzdem ist die Atlantikroute eine der gefährlichsten Migrationswege der Welt.
Die kanarische Fluggesellschaft Binter fliegt weiterhin die Nachbarinsel La Palma an. Sie folgt damit dem normalen Flugplan und hat die Insel am Montag 15 Mal ohne Vorkommnisse angeflogen. Sollte es Veränderungen im Luftraum geben, die einen Anflug verhindern, wird dies den Passagieren rechtzeitig mitgeteilt.
Der kanarische Vizepräsident, Román Rodríguez, hat sich mit der Präsidentin der Baubranche in Las Palmas, María Salud Gil, getroffen, um die Beziehungen zu vertiefen. Er sicherte im nächsten Haushalt ein großes Budget zu, um den sozialen Wohnungsbau spürbar voranzubringen. Gelder aus dem europäischen Hilfsfond sollen bei der Umsetzung helfen.
Teneriffas Inselpräsident Pedro Martín hat technische Hilfsmittel und Personal mobilisiert und nach La Palma beordert, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Er steht im engen Austausch mit dem Team des vulkanologischen Instituts und dem Direktor für Sicherheit und Notfälle, Rubén Fernández, der seit Donnerstag auf La Palma ist. Die Kanarischen Inseln halten zusammen – so lautet die Botschaft.
Die Stadt Santa Cruz setzt verstärkt auf unterirdische Mülltonnen. Sie seien sicherer und effizienter und gleichzeitig verschandeln sie nicht das Stadtbild. Insgesamt 121 unterirdische Mülltonnen sollen installiert werden. Die Stadt investiert 550.000 Euro in die Maßnahme.
Im Busbahnhof von Santa Cruz erlitt am Montagmorgen ein 61-jähriger Mann einen Herzinfarkt. Der Mann wurde von Passanten und später von der Lokalpolizei mit einem Defibrillator wiederbelebt. Wenig später übernahm das Rettungsteam. Der Mann wurde ins Universitätskrankenhaus von Santa Cruz eingeliefert.
Einem Aufruf der Universität von La Laguna sind am vergangenen Freitag rund zwei Dutzend Menschen gefolgt. Sie haben sich getroffen, um am Strand Playa Grande Mikroplastik einzusammeln und mehr über diese Art der Verschmutzung zu lernen. Damit soll das Bewusstsein der Menschen für das Problem gefördert werden. Weitere Kurse dieser Art sollen im Oktober und November folgen. Am Strand wurden bei der Aktion auch Meeresschildkröten, die verletzt gefunden und aufgefunden wurden, wieder in die Freiheit entlassen.
Die Arbeiten an der Promenade im Stadtteil Las Caletillas in Candelaria sollen noch vor Ende September beginnen. Das bestätigte die Tourismusdirektorin Laura Castro der Bürgermeisterin von Candelaria, Mari Brito, bei einem Treffen. Die Arbeiten sind mit 1,9 Millionen Euro und einer Bauzeit von 14 Monaten veranschlagt. Am Anfang werde es für die Anwohner einige Lärmbelästigungen geben, aber das sei unausweichlich. Deshalb wird um Verständnis gebeten.
Die Zahl der Arbeitslosen in Puerto de la Cruz hat im August erneut abgenommen. In den letzten sechs Monaten haben 803 Menschen einen neuen Arbeitsvertrag erhalten. Seit Februar geht die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt kontinuierlich zurück.
Die deutsche Metzgerei Wurstquelle in La Orotava bleibt im September wegen Umstrukturierungsmaßnahmen geschlossen. Die Privatkunden werden um Verständnis gebeten. Für Restaurants und Hotels läuft der Betrieb ganz normal weiter. Gastronomen und Hoteliers können über das Büro ihre Bestellungen aufgeben und werden auch wie gehabt beliefert. Ab Oktober ist auch das Ladengeschäft wieder geöffnet und freut sich auf Kunden.
Die Tierklinik in der Calle El Sol in Los Silos nimmt Tierfutterspenden für die Tierheime in La Palma an, die derzeit völlig überfüllt sind. Trockenfutter und Dosen werden dringend gebraucht. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich an die Tierarztpraxis unter der Telefonnummer 922 84 15 93 wenden oder die Spende einfach vorbeibringen.
Nationalpolizisten haben in enger Zusammenarbeit mit der italienischen Polizia di Stato de Italia und EUROPOL dem Camorra-Clan einen herben Schlag versetzt. Im Süden von Teneriffa wurden insgesamt 106 Mitglieder der Organisation aus verschiedenen Gründen festgenommen. Mehr dazu auch im nächsten Insel Magazin.
Als Juan, ein junger Palmero, von der Eruption erfuhr, bot er über die soziale Netzwerke spontan eine Ferienwohnung seiner Familie in Los Llanos de Aridane als Unterschlupf an. Sechs bis acht Personen hätten darin Platz. Innerhalb kürzester Zeit hatte er über 400 Anfragen. Am Ende entschied er sich für eine siebenköpfige Familie.
La Gomeras Inselpräsident, Casimiro Curbelo, nahm kürzlich an dem Forum España Vacía teil. Dabei ging es vor allem um Maßnahmen, die verhindern, dass junge Menschen aus bestimmten Regionen wegziehen, weil sie dort keine berufliche Perspektive haben. Er fordert mehr Unternehmer-Initiativen für solche Regionen, die gleichzeitig nachhaltig sein sollen.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz, das sind die beiden Attribute, die Lanzarotes Inselpräsidentin Maria Dolores Corujo mit ihrer Tourismusstrategie in den Fokus stellt. Sie sollen für Freizeitangebote, Produkte und Veranstaltungen gelten. Die Inselregierung investiert 1,6 Millionen Euro in die touristische Nachhaltigkeit der Insel.
Über 6.630 Beben haben sich auf La Palma seit Beginn der vulkanischen Aktivitäten ereignet. Allein am Sonntag waren es 327. Schon am Mittag wurde mit der Evakuierung von 300 Menschen mit eingeschränkter Mobilität begonnen, nachdem die Wissenschaftler die Vorstufe einer Eruption vorhergesagt hatten. Alle Wanderwege wurden gesperrt. Am frühen Nachmittag ging alles ganz schnell. Zuerst kam es zu Erdrutschen durch Beben, die Erde brach an mehreren Stellen auf. Um kurz vor 17 Uhr gab es zwei Explosionen und inzwischen gibt es acht offene Stellen aus denen Lava austritt.
Der spanische Ministerpräsident, Pedro Sánchez, hat aufgrund der aktuellen Ereignisse eine geplante Reise nach New York verschoben und ist stattdessen am Sonntag auf die Kanarischen Inseln geflogen. Er betonte den engen Austausch mit dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres. Er sichert den Palmeros volle Solidarität zu. Die Bevölkerung wird zur Ruhe gemahnt. Es kann sein, dass der Vulkan Stunden-, Tage- oder sogar monatelang Lava austreten lässt.