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Der spanische König Felipe VI. hat sich für Donnerstag auf La Palma angekündigt, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Auch Ministerpräsident Pedro Sánchez kommt am Donnerstag von der UNO-Versammlung in New York zurück und begleitet den König. „Die Krise ist nicht vorbei, wenn keine Lava mehr ins Meer fließt, sondern wenn das Leben auf La Palma wieder seine Normalität zurückgewonnen hat“, betont Sánchez. Davon sind die Palmeros aber noch weit entfernt. Sánchez versprach Solidarität.
Inzwischen hat der Lavafluss circa 185 Häuser zerstört. Die Menschen konnten nur das Wichtigste mitnehmen. Sie brauchen nicht nur ein behelfsmäßiges Dach über dem Kopf, sondern ein neues Zuhause. Die Inselregierung schätzt, dass sogar bis zu 1.000 Häuser beschädigt sein könnten. Zahlreiche Landwirte haben mit ihrer Finca auch Haus und Hof verloren. Die Solidarität ist groß. Nur 132 der Evakuierten befinden sich in einer Aufnahmestelle. Alle anderen sind bei Freunden, Familien und hilfsbereiten Mitmenschen untergekommen.
Die Reederei Naviera Armas hat der kanarischen Regierung angeboten, mit ihrer Fähre „Ciudad de Valencia“ die Sicherheits- und Hilfskräfte nach La Palma zu bringen. Solidarität ist eben auch im Transport gefragt.
Der Arbeitsminister hat einen Antrag an die spanische Zentralregierung gestellt und darum gebeten, dass betroffene Unternehmen im Eruptionsgebiet und deren Angestellte in das Kurzarbeitsprogramm aufgenommen werden. Die Unternehmer sollen dabei sogar zu 100 Prozent von den Sozialabgaben befreit werden.
Das nationale Hurrikan-Zentrum der USA warnt, dass der Tropensturm Rose in den nächsten fünf Tagen seine Richtung ändern und die Kanarischen Inseln sowie Madeira erreichen könnte. Vermutlich würde er sich auf dem Weg dorthin abschwächen und nur noch mit Böen von 65 Stundenkilometern wehen. Für La Palma wäre das dann die nächste Katastrophe... SV-AR
Die Eigentümer der Pension Cejas, dem ältesten Hotel von Santa Cruz, haben die Stadt um die Enteignung gebeten. Das Haus wurde schon 1906 im Kolonialstil erbaut. Die Stadt hat zunächst mehr als 682.000 Euro geboten. Einen genauen Wert muss das Gericht festlegen. Die Stadt möchte dieses Gebäude von historischem Interesse auf jeden Fall erhalten. Die umliegenden Immobilien sollen ebenfalls enteignet und zu einem Stadtpark umgebaut werden.
Vertreter des Wohnungsbauamts von Gran Canaria und der Gemeinde Valsequillo haben ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Sie wollen Wohngemeinschaften für Senioren schaffen. Sie sind nicht allein, leben in Zweier- oder Dreiergruppen, können in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und ihre eigene Wohnung wird dem sozialen Wohnungsmarkt zu erschwinglichen Mieten zur Verfügung gestellt. So entsteht mehr Wohnraum und junge Menschen wandern weniger ab. Davon haben dann alle etwas.
Der Landwirtschaftsbeauftragte, Javier Parilla, hat im Namen der Inselregierung eine Werbekampagne für lokale Produkte gestartet. Bis Ende Dezember sollen die Passagiere animiert werden lokalen Wein, Honig, Käse oder sonstige Erzeugnisse zu konsumieren.
Mit der Lockerung der Maßnahmen werden auch die Strafzettel, mit der die Bevölkerung zur Einhaltung der Regeln gezwungen wurde, weniger. Nur 39 Sanktionen wurden in der letzten Woche verhängt. Zwei Nachtlokale mussten geräumt werden, weil sie zu voll waren und weil dort getanzt wurde und das ist noch verboten. In einer Discothek wurden 277 Menschen geräumt, die ohne Maske getanzt haben.
Seit 14 Jahren wird versucht, das Kulturzentrum Parque San Francisco in der Innenstadt von Puerto de la Cruz wieder aufzubauen. Auch jetzt scheint das Projekt vor einem Baustopp zu stehen. Laut Experten gefährden die nötigen Ausgrabungsarbeiten das Fundament der nahegelegenen gleichnamigen Kirche. Dieses Risiko will Bürgermeister Marco González auf keinen Fall eingehen.
Auf Teneriffa hagelt es Proteste gegen die in Madrid geplante Abschaffung der Freizeit- und Sportfischerei. In Madrid hält man es für eine versteckte Berufstätigkeit, auf den Kanarischen Inseln ist dies Tradition und Sport. Der erlaubte und begrenzte Fang von Fischen soll nach Ansicht der Einheimischen weiterhin erlaubt werden.
Polizisten und Soldaten nehmen in dieser Woche an einem Kurs für Hundeführer in Adeje teil. Es geht um Training, Arbeitseffizienz und die Auswahl für Welpen, die zu Diensthunden ausgebildet werden sollen. Auf Teneriffa sind derzeit vor allem Drogenspürhunde und Suchhunde im Einsatz.
Die Gemeinde El Paso hat auf vielfachen Wunsch von Unternehmen, Vereinen oder hilfsbereiten Privatpersonen, zwei Spendenkonten bei den Banken La Caixa und Cajasiete eingerichtet. Die Spendengelder kommen betroffenen Personen zugute. Die Konten sind
Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Landstraße LP-3 bei El Paso sind am Dienstagmorgen vier Personen verletzt worden. Zwei 23-Jährige, ein 58-jähriger und eine vierte Person, über die keine näheren Angaben bekannt sind. Sie wurden ins Inselkrankenhaus gebracht.
Zwei Fahrzeuge, drei Feuerwehrleute und ein Kommandant wurden von Lanzarote nach La Palma entsandt, um zu helfen. „Diese Naturkatastrophe ist ein absolutes Drama. Hunderte Familien haben alles verloren. Wir möchten von Lanzarote aus La Palma unsere volle Solidarität versichern“, erklärte Lanzarotes Inselpräsidentin María Dolores Corujo.
Eine Reportage, die im Fachmagazin „National Geographic“ erschienen ist, erreicht die Leser*innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unter anderem wird in dem Bericht die Pfeifsprache Silbo Gomero und die kanarische Kultur beschrieben. Die Tourismusabgeordnete, María Isabel Méndez hofft, dass der Bericht bei den Lesern das Fernweh nach La Gomera weckt.
Spaniens Ministerpräsident, Pedro Sánchez, der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, und der Inselpräsident von La Palma, Mariano H. Zapata, besuchten am Montag die evakuierten Inselbewohner im Militärstützpunkt in Breña Baja. Sie spendeten Trost und versprachen vor allem die Verabschiedung eines Notgesetzes, um die wirtschaftlichen Schäden schnellstmöglich aufzufangen. „Wir haben hier eine beispielhafte Einheit erlebt, das öffnet für uns alle Horizonte. Ich verspreche, dass alles getan wird, um aus finanzieller Sicht niemanden zurückzulassen. Die emotionalen Wunden, wenn man sein Zuhause verloren hat, können wir natürlich nicht heilen. Aber ganz Spanien ist mit dem Herzen jetzt auf La Palma.“, tröstete Sánchez. Er betonte, dass es zunächst vor allem um die Sicherheit der Menschen geht.
Die Lava hat in El Paso auf der Westflanke von La Palma schon rund 100 Häuser und landwirtschaftliche Plantagen verschluckt. Sie hat Straßen, Strom- und Telefonmasten unter sich begraben und die PVC-Rohre der Wasserleitungen schmelzen lassen. Etwa 5.000 Menschen wurden evakuiert. Derzeit wälzt sich die sechs Meter hohe Lavazunge Richtung Meer. Voraussichtlich wird sie an der Küste von Tazacorte, möglicherweise in der Nähe der Playa Nueva in Los Guirres, auf den Atlantik treffen. Wenn das passiert, wird es vermutlich einen sauren Niederschlag geben. Experten gehen davon aus, dass die Eruption mehrere Wochen oder sogar Monate dauern könnte. Noch ist nicht klar, wie viel Magmavolumen sich tatsächlich angesammelt hat.
La Palmas Inselpräsident, Mariano H. Zapata, bedankte sich bei den Wissenschaftlern des Nationalen Geographischen Instituts, der vulkanologischen Beobachtungsstelle Involcan, des Wissenschaftskomitees und der Universitäten. Die Vorhersage, wann und wo der Vulkan vermutlich aufbrechen werde, war bis auf 300 Meter genau berechnet. Nur so konnten alle möglicherweise betroffenen Inselbewohner früh genug in Sicherheit gebracht werden.